Geschichte

History

Teil 1 : Relais

Erst spät kam RTN mit der Kurzwelle richtig in Kontakt. Gelesen hatte ich zwar schon
in den 80er Jahren viel über die Bänder, aber das ernsthafte Interesse stellte sich
nicht ein (“Wer hört denn schon die Kurzwelle!?”). Erst im Sommer 1994, als der
SWR Switzerland im CLCG-Magazin regelmäßige Relais über den IRRS Milan anbot,
sagte ich mir: “Probierst es mal”.
Ich schickte ein Demoband nach Basel und produzierte kurz darauf ein einstündiges
Programm, das im November gesendet werden sollte. Als jedoch die angekündigte
Ausstrahlung ausblieb und dann sogar die Relaisgebühren erstattet wurden, war
das Thema Kurzwelle schon wieder abgehakt.
Doch mit zwei Monaten Verspätung lief der “Music Shop International” schließlich
doch noch, am 28. Januar 1995 ab 13 Uhr MEZ auf 7125 kHz. Die Programmstunde
beinhaltete aktuelle Rockmusik sowie einige Klassiker von Led Zeppelin, David Bowie
und Golden Earring.
Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, was danach auf mich zukommen würde.
Da ich ernsthaft mit maximal 4 oder 5 Hörerreaktionen gerechnet hatte, war meine
Verblüffung recht groß, als dann drei Wochen später vom Wuppertaler Postfach -
Betreiber ein Umschlag mit 60 Briefen eintraf. Da hieß es sich schleunigst schlau
zu machen, was denn u. a. der SINPO-Code bedeutet. Um den Ruf zu retten, wurde
die Post schnell beantwortet, danach in Eile ein zweiseitiges Infoblatt erstellt und
dieses dann auf eigene Rechnung hinterhergeschickt. Was RTN immerhin 120 Mark
kostete.
Den Hörerresonanz-Rekord der Premiere konnten alle darauf folgenden Kurzwellen-
shows nicht mehr überbieten. Ein Special mit Soulmusik der 60er Jahre lief am 1. und
8. April 1995 und brachte noch einmal 45 Zuschriften. Weitere zwei einstündige
Sendungen folgten am 5. August und 2. September.

Im Herbst zog der IRRS um auf 3985 kHz, die Sendezeit für FR-Programme wurde auf
den späten Sonntagnachmittag gelegt. Die Empfangsbedingungen wurden schlechter
und das Hörerinteresse hatte dadurch nachgelassen. Die Unzuverlässigkeit vom
Relaisanbieter bot dann immer wieder Anlass für Kritik. Die Termine wurden teilweise
nicht eingehalten, Programme nicht vollständig gesendet, oder - zur Erheiterung der
Zuhörer und zum Leidwesen der Programmgestalter - zum völlig falschen Zeitpunkt
ausgestrahlt. So kam es vor, dass mitten im Sommer Weihnachtsprogramme wieder-
holt wurden. Nun ist “Süßer die Glocken nie klingen” ein wunderschönes Lied, nur bei
30 Grad im Schatten will`s nie so richtig passen.
Auf der neuen Frequenz konnte RTN am Sonntag, den 19. November gehört werden.

1996 liefen bis November insgesamt 7 Programme über Milan und ausnahmsweise
über International Music Radio auf 7415 kHz.
Der Preis für die Sendestunde betrug nun 100 Mark. Der dafür erbrachte Service
war allerdings das Geld nicht wert. So wurde ein zweistündiges Special über die
Swinging Sixties nur zerstückelt ausgestrahlt und das dann auch noch nachts von
0.00 - 1.00 Uhr (November und Dezember 1996).
Bis Ende 1999 war RTN noch weitere 13mal über Milan zu hören. Zwischendurch
boten die Italiener ihren Service wieder im 41m-Band (7120 kHz) an.

Im neuen Jahrtausend zeigte sich der IRRS recht RTNfreundlich und wieder-
holte das Programm vom 17. Juni 2000 12mal auf 7120 und 3985 kHz.
Im September war Mark Brown von Radio Titanic International im RTN-Studio zu Gast
und gab ein Interview zum 25jährigen Jubiläum seiner Station. Nachdem RTN im
November 2000 5mal Gast auf der 7120 war, lief im Zeitraum 9. - 22. Dezember die
Sendung mit RTI insgesamt 9mal auf den beiden IRRS-Frequenzen.

2001 war Radio Tele fast völlig von der Kurzwelle verschwunden.

Am 1. Januar 2002 wurde der 30. Stationsgeburtstag gefeiert.
Für den IRRS produzierte ich eine zweistündige Version vom Sonderprogramm “30
Jahre RTN”. In diesen zwei Stunden wurden die Top 20 - Hits aus 30 Jahren gespielt,
Preisfragen gestellt, eine Hörerpost - und Sendezeitstatistik bekannt gegeben sowie
eine ausführliche Stationsgeschichte präsentiert.
In der Zeit von Samstag, 26. Januar bis Freitag 5. April liefen die einzelnen Programm
stunden insgesamt 42mal (!) abwechselnd auf 7120 und 3985 kHz. Damit dürfte RTN
wohl einen Rekord in Sachen Programmwiederholung beim IRRS aufgestellt haben.
Weitere Relais gab es 2002 nicht.
Erst im Januar und Februar 2003 konnte man Radio Tele an weiteren 5 Tagen auf
13840 kHz, 5780 kHz und im Internet hören.

Da es auch noch andere schöne Freizeitbeschäftigungen gab, legte ich eine längere
Kurzwellenpause ein.
Die Bedingungen, die dann das lettische Radio Krebs TV boten, waren allerdings zu verlockend um zukünftig gänzlich auf Sendezeitvermieter zu verzichten.
Das erste RTN-Programm auf der bombastischen 9290 kHz lief am 9. Oktober 2005, in
der Zeit von 10 bis 11 Uhr MESZ. Drei weitere Programme (November u. Dezember,
Januar 2006) sollten noch folgen.

Bis Januar 2006 trafen 420 Empfangsberichte für die Kurzwellenprogramme ein.

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Wird fortgesetzt mit Teil 2 : RTN auf 48m

 

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